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Psychogramm des DDR-Geheimdienstchefs

Arbeitersohn, Emigrant, verurteilter Polizistenmörder – die exklusive Biografie »Ich. Erich Mielke« (Sutton Verlag) illustriert ein nie gezeigtes Bild des ehemaligen Ministers für Staatssicherheit und taucht ein in das Leben eines der mächtigsten Männer der DDR.
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[15.10.2015]  Arbeitersohn, Emigrant, verurteilter Polizistenmörder – die exklusive Biografie »Ich. Erich Mielke« (Sutton Verlag) illustriert ein nie gezeigtes Bild des ehemaligen Ministers für Staatssicherheit und taucht ein in das Leben eines der mächtigsten Männer der DDR. Das Begleitbuch zum Kinofilm erzählt, wie Erich Mielke vom proletarischen Straßenkämpfer zum Stalinisten wurde, der Weggefährten über die Klinge springen ließ. Erich Mielke war verantwortlich für das dichteste Netz an Informanten, das ein Geheimdienst jemals hatte und hielt sich dabei selbst für einen »Humanisten«, der alle liebt – »alle, die für den Sozialismus und für den Frieden sind«. Die Autoren geben Einblick in bisher unveröffentlichte Fotografien und Dokumente aus den Archiven der Geheimdienste. Darunter Karteikarten aus seinem Sekretariat, die den Arbeitsalltag des manischen Alleinherrschers und Ordnungsfanatikers dokumentieren. Akten aus dem Spanischen Bürgerkrieg widerlegen zudem die verbreitete Meinung, dass Erich Mielke für den militärischen Geheimdienst der Interbrigaden gearbeitet hat. Außerdem zeigen Berichte Inoffizieller Mitarbeiter seine Einflussnahme auf den Sport und die Spielergebnisse seines Lieblings-Fußballvereins BFC Dynamo. Zu wichtigen Dokumenten in den Archiven des amerikanischen Geheimdienstes CIA wurde den Autoren der Zugang jedoch verweigert. Gunnar Dedio hat deshalb die CIA vor dem Bundesgericht in Washington auf Herausgabe der Mielke-Akten verklagt. Erstmals in der Geschichte wagt ein Deutscher diesen Schritt. Das Urteil wird im Herbst 2015 erwartet.

Der Film »Erich Mielke – Meister der Angst« (Kinostart 05. November 2015) zeigt den Stasi-Chef auf dem Höhepunkt seiner Macht 1989 und in totaler Resignation im Gefängnis 1991. Spielfilmszenen geben einen Einblick in das Leben Mielkes, wie er als Minister agiert und am Ende als gebrochener Mann in der Berliner Justizvollzugsanstalt Moabit auf seinen Prozess wartet. Interviews in Verbindung mit Archivmaterial und exklusive Einsichten in die BND-Akten über Mielke komplettieren das 90-minütige Dokudrama.          

Über die Autoren: 

Birgit Rasch ist Autorin, Dramaturgin und Producerin für Film, Fernsehen und Theater. In Süddeutschland aufgewachsen, studierte sie Theater-, Film- und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der University of California in Berkeley (USA). Sie arbeitete als Dramaturgin am Berliner Maxim Gorki Theater, am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Leipzig. Seit 2003 leitet Birgit Rasch am Deutschen Theater Berlin die Gesprächsreihe »Gregor Gysi trifft Zeitgenossen«, in der Gregor Gysi prominente Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft zu ihrem Leben befragt. Seitdem beschäftigt sie sich verstärkt mit zeitgeschichtlichen Themen und Biografien. 

Gunnar Dedio ist Filmproduzent und Autor. 1969 in der DDR geboren, gründete er nach dem Fall der Mauer die Filmproduktionsfirma LOOKS. Gunnar Dedio produzierte mehr als 100 Filme für Kino und Fernsehen sowie eine Reihe begleitender Bücher. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die zehnteilige Serie »Damals in der DDR« (Adolf- Grimme-Preis) und der Kinofilm »Michael Kohlhaas« (französischer Filmpreis César). Die dokumentarische Drama-Serie »14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs« (Robert- Geisendörfer-Preis) lief erfolgreich in 28 Ländern und wurde als erste deutsche Serie auf Netflix US gezeigt.

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview mit den Autoren und stellen Ihnen weitere Informationen und honorarfreies Bildmaterial zur Verfügung. Nähere Informationen sowie das hochauflösende Buchcover zum Download finden Sie hier.  

Das Buch  ist über www.suttonverlag.de und im Buchhandel erhältlich. Der Preis beträgt 24,99 Euro. ISBN:978-3-95400-555-0.

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